Kontinuierliches CO2-Monitoring für Schlaflabore und NIV-Beatmungszentren
Die transkutane Überwachungstechnologie von Sentec ermöglicht eine genaue, kontinuierliche CO2-Überwachung, um die Teams in Beatmungszentren, in pneumologischen Stationen und im Schlaflabor bei der effektiven Anpassung der NIV-Therapie an die sich wandelnden Bedürfnisse eines jeden Patienten zu unterstützen.


WARUM TRANSKUTANES CO2 MONITORING
Die Herausforderungen bei der Überwachung in der NIV-Therapie
- Arterielle Blutgasanalysen (BGAs) sind invasiv und zeigen nur Momentaufnahmen: BGAs gelten zwar als Goldstandard für die genaue PaCO2-Messung, sind jedoch invasiv und punktuell, wodurch Schwankungen des Beatmungsstatus möglicherweise unentdeckt bleiben.³ Zudem können BGAs in der Regel nicht im Schlaf durchgeführt werden, wodurch nächtliche CO2-Werte nicht korrekt ermittelt werden können.
- SpO2 allein ist unzureichend: Die Messung der Oxygenierung (SpO2) allein reicht nicht aus, um eine alveoläre Hypoventilation erkennen zu können, und bei Patienten unter NIV kann somit eine Hyperkapnie übersehen werden.¹
- Endtidales CO2 (etCO2) kann unzuverlässig sein: Eine Störung des V/Q-Verhältnisses kann zu einer Unterschätzung des arteriellen CO2 bei Patienten mit COPD oder Adipositas-Hypoventilationssyndrom (OHS) führen, während Leckagen an den Masken und ein kontinuierlicher Flow während der NIV die Zuverlässigkeit der Messung weiter beeinträchtigen.²
«Die Kombination von Daten aus der im Beatmungsgerät integrierten Software und dem tcPCO2 scheint
die beste Strategie zur Erkennung einer unzureichenden Wirksamkeit der NIV darzustellen.»
VORTEILE FÜR PATIENTEN, VERSORGER UND EINRICHTUNGEN
Bessere Einblicke für fundiertere klinische Entscheidungen
Die transkutane CO2-Überwachung ermöglicht eine kontinuierliche, nicht-invasive Beurteilung der Ventilation über einen auf der Haut angebrachten Sensor, bietet eine höhere Genauigkeit als die endtidale CO2-Messung und ist leichter durchführbar als Messung mittels BGA. Die transkutane Technologie kann die klinische Entscheidungsfindung in Schlaf- und NIV-Zentren wie folgt unterstützen:
tCOM+
Das System für Schlaflabore und NIV-Zentren

Der tCOM+ Monitor bietet ein intuitives, vollständig dimmbares Touchscreen-Display, stummschaltbare Alarme, und er meldet nur stabilisierte Werte an PSG-Systeme. In Kombination mit dem V-Sign™ Sensor, ermöglicht das System die Überwachung über die gesamte Nacht* ohne Neukalibrierung oder Wechsel der Sensorposition.
*Der Sensor ermöglicht Messzeiten von bis zu 12 Stunden (empfohlen sind 8 Stunden).

In Kombination mit der mitgelieferten V-STATS Software, bietet das System umfangreiche Funktionen zur Analyse und Auswertung von Messdaten (z. B. statistische Analysen von CO2, Delta-Werten und Artefakt-Erkennung) sowie eine breite Konnektivität zu anderen Geräten wie PSG-Systemen.

Die Smart Cal-Mem-Funktion erlaubt eine kurzfristige Trennung von Gerät und Sensor ohne Neukalibrierung – hilfreich bei Toilettengängen oder Veränderungen der Schlafposition.
In klinischen Leitlinien weltweit empfohlen
European Respiratory Society Guidelines on Long-Term Home Non-Invasive Ventilation for Management of COPD, 2019⁷
«Die nächtliche Überwachung des Gasaustauschs ist in medizinischen Einrichtungen gängige Praxis. Die Verwendung von PtcCO2 ermöglicht die Erkennung nächtlicher Hypoventilation, da moderne Geräte nur minimale Abweichungen aufweisen.»
Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung, 2017⁶
«Die transkutane Kapnometrie wird als sensibelste Methode zum Nachweis der schlafbedingten Hyperkapnie empfohlen.»
American Academy of Sleep Medicine Manual for the Scoring of Sleep and Associated Events, 2018.⁴
«Während der PAP-Einstellung bei Erwachsenen und Kindern sind arterielle oder transkutane PCO2-Werte empfohlen, um eine Hypoventilation zu erkennen.»
American Association of Sleep Technologists Technical Guideline on Transcutaneous CO2 Monitoring, 2018⁵
«TCM wird in einem Schlaflabor bei diagnostischen oder behandlungsrelevanten Schlafstudien eingesetzt, um zu überprüfen, ob eine Hypoventilation oder eine Atemdepression vorhanden ist. Dabei wird TCM insbesondere wie folgt eingesetzt:
- während der diagnostischen Polysomnographie, bei der eine kontinuierliche Überwachung der CO2-Konzentration während des Schlafs erforderlich ist,
- um die physiologische Reaktion des Patienten auf therapeutische Interventionen während der Polysomnographie zu beurteilen und die Behandlung darauf abzustimmen (d.h. PAP-Therapie, einschliesslich BiLevel, ASV und VAPS).»
Referenzen
- Nardi, J., et al. Nocturnal Oximetry and Transcutaneous Carbon Dioxide in Home-Ventilated Neuromuscular Patients. Respir Care. 2012.
- Chhajed, P.N., et al. Utility of Transcutaneous Capnography for Optimization of Non-Invasive Ventilation Pressures. J Clin Diagn Res. 2016.
- Storre, J.H., et al. Monitoring of patients receiving mechanical ventilation. Pneumologie. 2014.
- Berry, R.B., et al. AASM Manual for the Scoring of Sleep and Associated Events: Rules, Terminology and Technical Specifications. 2018.
- American Association of Sleep Technologists Technical Guideline on Transcutaneous CO2 Monitoring. 2018.
- Mayer, G., et al. German S3 Guideline Nonrestorative Sleep/Sleep Disorders, chapter “Sleep-Related Breathing Disorders in Adults,” short version. Somnologie. 2017.
- Ergan, B., et al. European Respiratory Society guidelines on long-term home non-invasive ventilation for management of COPD. Eur Respir J. 2019.
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